Wie groß muss dein Notgroschen sein?
Eine Standardzahl wie „3 bis 6 Monate" klingt klar, denkt aber deinen Alltag nicht mit. Deshalb zeigt dir dieser Wegweiser drei Stufen, vom ersten Sofort-Puffer bis zu deinem persönlichen Ruhepunkt, und die drei Fragen für deine eigene Zahl.
Deine Ausgangslage
Fixkosten plus Alltag, also was du im Monat brauchst. Zähle deine Ausgaben zusammen. Wenn du nur dein Gehalt kennst, nimm grob, was am Monatsende rausgeht.
Denk in Stufen, nicht in einer Endzahl
Die erste, kleine Zielgröße. Damit bezahlst du die Waschmaschine, die aufgibt, oder das Auto, das in die Werkstatt muss, ohne dafür ins Dispo zu gehen. Hier fängst du an.
Deine Ausgaben für ungefähr einen Monat liegen bereit. Für manche reicht schon ein Teil der festen Kosten, für andere braucht es fast einen ganzen Monat.
Dein persönlicher Betrag, ab dem dein Monat ruhiger wird. Drei Fragen führen dich hin: Welche unerwartete Ausgabe trifft dich am ehesten? Wie hart wäre ein Monat, in dem deutlich weniger hereinkommt? Ab welchem Betrag machst du dir keine Gedanken mehr? Wer sicher planen kann und wenig Festes zahlt, braucht weniger. Wer allein wohnt, hohe feste Kosten trägt oder mit schwankenden Einnahmen lebt, braucht früher mehr.
Und wo liegt der Notgroschen dann? Er muss täglich verfügbar sein, das kann ein Tagesgeldkonto. Welche Zinsen es dort gerade gibt und wo eine Frist oder eine Neukunden-Klausel dranhängt, steht im Vergleich, jeder Anbieter mit Anzeige gekennzeichnet.
Erst der Puffer, dann der Rest.
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